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25.05.2018, 12:00 Uhr | Die Rheinpfalz

CDU plädiert für zentrale Anmeldung für Kita-Plätze

Rheinpfalz-Artikel zum Pressegespräch

Ein zentrales Anmelde- und Vergabeverfahren für Kita-Plätze in Schifferstadt – das hat die CDU-Stadtratsfraktion angeregt. Das würde bedeuten, dass Eltern ihre Kinder dann künftig bei einer zentralen Stelle in der Stadtverwaltung anmelden könnten, statt wie bisher selbst die einzelnen Kitas „abzuklappern“ und ihre Anmeldungen abzugeben. Die Verteilung auf die verschiedenen Kitas in der Stadt würde dann nach einem bestimmten Zuordnungsverfahren organisiert. „Davon würden alle Beteiligten profitieren“, sagt dazu der CDU-Fraktionsvorsitzende Reiner Huber im Pressegespräch. 

Eltern müssten nicht mehr jede Kita aufsuchen, die Einrichtungsleiterinnen müssten erheblich weniger Gespräche mit Eltern führen, die dann doch keinen Platz bekommen. Es gebe mehr Transparenz für die Kriterien zur Vergabe der Kita-Plätze. Außerdem hätte die Stadtverwaltung eine echte Planungsgrundlage, welche Eltern welche Einrichtungen bevorzugen und wie viele Kinder dann jeweils dort angemeldet sind. Das nennt Laura Ehm, Mitglied im Vorstand der Schifferstadter CDU, als einige Vorteile eines solchen zentralen Verfahrens.

Und, so sagt sie weiter, es gibt wissenschaftliche Ansätze für solch eine zentrale Vergabe: Am Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim läuft ein Forschungsprojekt zum Thema „Kitaplatzvergabe in Deutschland“. Das dortige Team berate bereits mehrere Städte, und das bis zum Ende des Jahres, bis das Projekt endet, sogar unentgeltlich, sagt Ehm. Bei diesem „Matching“-Verfahren (passende Zuordnung) könnten die Kriterien berücksichtigt werden, wie Wohnortnähe, gewünschter Träger oder Angebote der Kitas, und es gebe weniger Fehlzuteilungen. „Matching sorgt natürlich nicht für mehr Kita-Plätze. Aber für eine effizientere und stabilere Vergabe“, sagt Ehm.

Dabei wäre es aber auch schon hilfreich, wenn es überhaupt eine zentrale Anmeldestelle gebe, eventuell auf einer Online-Plattform, sagt Huber. Dies sei beispielsweise auch in Ludwigshafen im Gespräch.

Einen entsprechenden Antrag der CDU zur Stadtratssitzung im März hatte Bürgermeisterin Ilona Volk (Grüne) nicht zugelassen, weil es dabei um Verwaltungs- und Organisationsgeschäfte der Bürgermeisterin gehe, für die der Rat gar nicht zuständig sei. Sie hatte allerdings Huber auch mitgeteilt, dass sie die von den Christdemokraten eingereichten Informationen und Unterlagen an die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung zur Prüfung weitergegeben habe.

Peter Schlindwein, Fachbereichsleiter Bürgerdienste bei der Stadtverwaltung, berichtete den Mitgliedern des Ausschusses für Generationen und Soziales am Mittwochabend, dass am Vormittag zuvor ein erstes Gespräch mit den Verantwortlichen des Forschungsprojektes stattgefunden habe. Ob und wie ein solches Verfahren in Schifferstadt eingeführt werden könne, werde geprüft.umi

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